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Donnerstag, 9. September 2010
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Brauchtum
Ostern Drucken E-Mail

Das Osterfest wird heute gern als das Hauptfest der Christen bezeichnet. Daß es aber schon viel älter ist, kann man bei eingehender Betrachtung unschwer erkennen.

fruehling

Da ist zunächst einmal der Zeitpunkt. Ostern fällt immer auf den 1. Sonntag nach dem Vollmond, der auf die Frühlings – Tag- und Nachtgleiche folgt. Es ist das alte heidnische Frühlingsfest, feierten unsere naturverbundenen Vorfahren doch ihre Feste im Jahreslauf so, wie sie sich aus dem Naturgeschehen ergaben. Damit ist erklärt, warum Ostern – im Gegensatz zur Sommer– und Wintersonnenwende (und damit Weihnachten) jedes Jahr an einem anderen Tag begangen wird.  Wie mögen es die Christen erklären, dass der Todestag ihres „Heilands“ und dessen „Auferstehung“ jedes Jahr auf einen anderen Tag fällt? Hier ist der Kirche, die es sonst so geschickt versteht, heidnisches Brauchtum für ihre Zwecke umzuformen, ein Fehler unterlaufen, der offensichtlich nicht einmal in unserem so aufgeklärten Zeitalter auffällt.

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Brauchtum zur Faschingszeit Drucken E-Mail

Die Faschingszeit erstreckt sich über einen längeren Zeitraum – von Hochneujahr (Dreikönig), an dem früher das Jahr begann, bis zum Faschingsdienstag und dauerte in früheren Zeiten auch noch darüber hinaus. Sie wird mit verschiedenen Namen bezeichnet: im Rheinland als Karneval, was wohl weniger von „Carne vale“ = Hüte das Fleisch in Bezug auf die folgende Fastenzeit kommt, da die Bräuche schon sehr viel älter als das Christentum sind, sondern eher vom Schiffskarren „carrus navalis“, der bis heute in den Umzügen mitgeführt wird und schon auf den schwedischen Felszeichnungen (Schiffsdarstellungen mit der Sonne) zu sehen ist. In Österreich und Bayern nennt man diese Zeit Fasching, in Schwaben Fasnet. Auch die Bezeichnung „Fastnacht“ hat nichts mit der Fastenzeit zu tun, sondern kommt von mittelhochdeutsch „faselen“ = gedeihen, fruchten, wie viele der Bräuche darauf zielen, der wieder erwachenden Natur Gedeihen im neuen Jahr zu wünschen.

Im "Indiculus superstitionem et paganarium" ("Anzeiger abergläubischer und heidnischer Gebräuche", die verboten und unter Strafe gestellt wurden) aus dem 7 Jahrhundert werden schon "unsaubere Feste im Februar" mit Kultläufen erwähnt.

In evangelischen Gegenden ist sehr viel weniger vom alten Brauchtum erhalten, als in katholischen, da das Christentum sich zunächst alte heidnische Bräuche zu eigen machen mußte, um überhaupt Fuß fassen zu können, während sich Luther allein auf die Bibel berief.

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Weihnachtliches Brauchtum Drucken E-Mail

"Das ist die stillste Zeit im Jahr - immer, wenn es Weihnacht wird...", so beginnt ein schönes Weihnachtslied. Es will uns vermitteln, was wir heute nicht mehr so recht nachvollziehen können, ist doch gerade die Vorweihnachtszeit geprägt von Hektik und Konsumzwang. Schon im September (Scheiding) kommen die Schokolade-Weihnachtsmänner in die Regale - dafür gibt es kurz vor Weihnachten keine weihnachtlichen Süßigkeiten mehr...

"Niemand kann sich dem Zauber der Weihnachtszeit verschließen, es sei denn, er ist entwurzelt aus dem Grunde seiner Heimat und Familie"

Weihnachtsbaum

Wir müssen uns in Gedanken zurückversetzen in eine Zeit, als es noch nicht das ganze Jahr über Obst und Gemüse im Supermarkt gab, in eine Zeit ohne elektrischen Strom. Damals war es im Winter in unseren Breiten kalt und finster. Die Tage wurden immer kürzer, und im hohen Norden wird es gar nicht mehr richtig Tag. Die Arbeit auf dem Feld und im Freien ruhte. Diese Ruhepause der Natur empfand der mit ihr viel tiefer verbundene Mensch viel stärker und nützte sie zur Besinnung. Wie die Natur ihre Ruhepause braucht, so auch jedes Lebewesen - ja sogar Maschinen laufen heiß, wenn sie ständig in Gang gehalten werden. In Volkstanzkreisen ist diese Pause noch heute üblich: "Kathrein packt die Geigen ein" - mit den Kathreintänzen Ende November (Nebelmonds) geht das Tanzjahr zu Ende und beginnt erst wieder am 6. Januar (Hartungs).

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Wir binden einen Vorweihnachtskranz Drucken E-Mail

Am Sonntag, dem 22.11. - rechtzeitig vor Beginn der Vorweihnachtszeit - trafen sich im Raum Tübingen Kameradinnen aus Baden-Württemberg zum Kranzbinden. Das Interesse war bei den Frauen so groß, daß der Raum fast zu klein wurde.

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Erntedank                                       erntedank

Lied: Mit lautem Jubel bringen wir

Gedicht:

Bist du wohl im Kornfeld schon gegangen,
Wenn die vollen Ähren überhangen,
durch die schmale Gasse dann inmitten
Schlanker Flüsterhalme hingeschritten?
Zwang dich nicht das heimelige Rauschen,
Stehn zu bleiben und darein zu lauschen?
Hörtest du nicht aus den Ähren allen
Wie aus weiten Fernen Stimmen schallen?
Drang es drinnen nicht wie Sichelklang?
Sang es drinnen nicht wie Schnittersang?
Hörtest nicht die Wasser aus den kühlen
Tälern singen von den Rädermühlen?
Leis, ganz leis nur hallt das und verweht.

Rückt die Sonne dann der Erde zu,
Wird im Korne immer tiefre Ruh‘,
Und der liebe Wind hat’s eingewiegt,
Wenn die Mondnacht schimmernd drüber liegt.
Wie von warmem Brot ein lauer Duft
Zieht mit würz’gen Wellen durch die Luft.

Wer geht heute noch durch Felder, hat das so erlebt? Vieles ist längst vorbei, was uns in Gedichten erhalten ist. Wer weiß noch, wie das früher war?
Wie alle unsere Bräuche ist auch der Erntedank heidnischen Ursprungs und älter als das Christentum, auch wenn er heute fast nur noch von der Kirche begangen wird. Hat doch das Christentum die alten Feste im Jahreslauf für sich vereinnahmt, nachdem alle Verbote und schweren Strafen das überlieferte Brauchtum nicht ausmerzen konnten, weil es fest in den Menschen verwurzelt war.

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Sonnenwende Drucken E-Mail

Sonnenwende

ein Beitrag von Edda Schmidt

Von Sonnwendfeiern wird uns schon in  alten Schriften berichtet, z.B. dem Nibelungenlied von Hans Sachs o.a. Noch heute gilt sie als Hauptfest im Jahreslauf und wird an besonderen Orten wie den Externsteinen oder auf Bergen mit großen Feuern gefeiert, die nach Einbruch der Dunkelheit entzündet werden.

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Brauchtum Drucken E-Mail

Brauchtum zur Faschingszeit

 

Die Faschingszeit erstreckt sich über einen längeren Zeitraum – von Hochneujahr (Dreikönig), an dem früher das Jahr begann, bis zum Faschingsdienstag und dauerte in früheren Zeiten auch noch darüber hinaus. Sie wird mit verschiedenen Namen bezeichnet: im Rheinland als Karneval, was wohl weniger von „Carne vale“ = Hüte das Fleisch in Bezug auf die folgende Fastenzeit kommt, da die Bräuche schon sehr viel älter als das Christentum sind,

 

 

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