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RNF-Bundesvorsitzende nimmt weiterhin an der Aktionswoche in Dresden teil Drucken E-Mail

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Edda Schmidt
Anläßlich des Jahrestages der Bombardierung lud eine Dresdner Burschenschaft zu einem Vortrag ein. Vor einem ausgewählten Kreis trug der Redner, ein pensionierter Akademiker, dessen Name nicht genannt werden soll, seine derzeitigen Forschungsergebnisse zur Frage nach der Zahl der Toten durch den Bombenangriff der Alliierten vor.

Er berichtete, daß er sich das Kerngebiet Dresdens, also das hauptsächlich betroffene und total zerstörte Stadtgebiet vorgenommen habe. Die zum Teil auch zerstörten Außenbereiche ließ er zunächst außen vor. Von diesem Innenstadtgebiet hat er bereits 1/3 der Haushalte ermittelt. Grundlage sind Adreßbucheinträge und Stadtpläne. Er berücksichtigte bei seinen Berechnungen nicht zerstörte Häuser, die Tatsache, daß viele Männer an der Front waren und ging von im Schnitt 2 Personen je Haushalt aus. In dem ersten Drittel, welches er untersucht hat, befanden sich etwa 28.600 Haushalte. Der Redner geht davon aus, daß er nach Abschluß seiner wissenschaftlichen Arbeit eine realistische Berechnung anstellen kann, wie viele Tote die Stadt Dresden nach dem grausamen Feuersturm barg.

Die Bundesvorsitzende des Ringes Nationaler Frauen, Edda Schmidt, nahm an der Veranstaltung teil und kommentierte die jüngst wieder herunter gerechneten Zahl der Toten wie folgt: »Es ist schon erstaunlich, daß man vor gerade einmal 2 Jahren von offizieller Seite noch von 35.000 Toten sprach und nun bereits von 18.000 – höchstens 25.000 Toten ausgegangen wird. Man bekommt den Eindruck, die Zahlen sollen absichtlich heruntergerechnet werden. Wohlmöglich wird Dresden in den Berichten der kommenden Jahrzehnte dann offiziell sogar einen Menschenüberschuß nach der Bombardierung aufzuweisen haben, könnte man spotten. Man gewinnt den Eindruck, als sollen die vielen grausam gestorbenen Menschen und ihre Familien verhöhnt werden. In der kleinen Stadt Pforzheim, die damals ca. 60.000 Einwohner zählte, hält man heute noch ein offizielles Gedenken zum Jahrestag der Bombardierung ab. Nach offiziellen Angaben sollen hier bei einer zwanzigminütigen Bombardierung seinerzeit zwischen 20.000 und 22.000 Menschen ums Leben gekommen sein. Wie kann dann in einer Stadt wie Dresden, die damals ca. 600.000 Einwohner hatte eine geringere Zahl von Menschen bei einem so wahnsinnigen Flammeninferno ums Leben gekommen sein? Diese Diskrepanz entbehrt jeder Logik.«

In den heutigen Tagen liest man viel darüber, daß die Deutschen ja hätten von sich selbst befreit werden müssen und selbst für ihr Schicksal verantwortlich seien, ja die Bombardierung quasi provoziert hätten. Zwanghaft versucht man die unrechtmäßige Bombardierung ziviler Ziele, einer Kulturstadt wie Dresden und damit das in Kauf nehmen von vielen toten Frauen und Kindern und anderen Zivilisten zu rechtfertigen. Das schlichte Trauern um die Toten des eigenen Volkes, ein realistisches Gedenken der Opfer in Dresden und anderswo scheint, gleich einer Neurose, nicht mehr möglich zu sein.

 
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