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Dresden – Aktion auf dem Neumarkt unterstützt von Edda Schmidt |
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Auch am Mittwoch, den 10.02.2010 war die Bundesvorsitzende des RNF im Einsatz mit dem „Aktionsbündnis gegen das Vergessen“. Diesmal stellten sie vor dem Martin-Luther–Denkmal erneut die Plastiken der verkohlten Leichen auf, ebenso Holzkreuze und Lichter und waren wie immer als „der Tod“ verkleidet, um die Aufmerksamkeit der Passanten zu erregen.
Sodann verteilten sie, unterstützt von Edda Schmidt, auf dem Neumarkt in Dresden Flugblätter mit dem Titel „Wie viele starben, wer kennt die Zahl?“. Dies sind, wie man auf gedenkmarsch.de lesen kann, die Worte des schlesischen Dichters Gerhart Hauptmann, welche auf dem Gedenkstein der Luftkriegsopfer auf dem Dresdner Heidefriedhof in Stein gemeißelt sind: »Wie viele starben: Wer kennt die Zahl? An Deinen Wunden sieht man die Qual der Namenlosen die hier verbrannt im Höllenfeuer aus Menschenhand.«
Auf diesem Friedhof wurde die Asche tausender Opfer des Bombenterrors in Dresden beerdigt. Wie diese Inschrift schon betont, ist die Zahl der Toten bis heute nicht geklärt. Das Flugblatt befaßt sich kritisch mit der Frage, warum die eigens einberufene und staatlich finanzierte „Historikerkommission“ stets bemüht war, die Zahlen herunter zu rechnen.
Offensichtlich sind hohe Opferzahlen auf deutscher Seite ein unerträglicher Zustand, den man lieber verdrängen oder verleugnen will. „Deutsche Gewaltopfer darf es am besten gar nicht geben und wenn, dann darf die Zahl nicht erschreckend groß sein. Es könnte ja jemand die Frage nach dem „Warum so viele zivile Opfer?“ stellen. Wofür war das gut? Wem hat das was genützt? Wer hat so viele qualvoll gestorbene Frauen und Kinder in Kauf genommen und läßt sich heute noch als Held feiern?“, so die Bundesvorsitzende des RNF, Edda Schmidt, heute in Dresden und weiter: „Lieber rechnet man Zahlen Jahrzehnte später herunter und bestreitet Aussagen von Augenzeugen, daß sich auch Tiefflieger über Dresden befanden und feuerten. Man gewinnt den Eindruck, daß nach dem Motto „daß nicht sein kann, was nicht sein darf“ hier die Geschichtsschreibung in zweifelhafter Weise einseitig vorgenommen wird.“.
Überall auf der vermeintlichen Wegstrecke des geplanten Trauermarsches befinden sich schon jetzt rote Bänder an den Laternen mit Sprüchen wie „rote Bänder gegen braune Gedanken“ oder Aufkleber mit dem fehlerhaften Frakturschriftzug „Schütze Deine Heimat vor den Rechtsextremisten“. „Die Aktion am heutigen Mittwoch kann man als gelungen bezeichnen, wenngleich nach einiger Zeit acht Polizeiwagen anhielten, um die Personalien der Verteiler zu notieren, da sich kein Verantwortlicher für die Aktion meldete. Für eine Verteilaktion benötigt man natürlich keine Anmeldung oder einen Verantwortlichen. Die Staatslenker möchten aber selbstverständlich wissen, welche Menschen sich hier gegen die gleichgeschaltete Massenmeinung stellen. Dieser Einschüchterungsversuch ist beispielhaft für den heutigen Umgang mit Andersdenkenden“, so Edda Schmidt.
Auch morgen wird sie an geplanten Aktionen teilnehmen. Wir werden berichten.
Stella Hähnel
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