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Wirtschafts- und Finanzkrise in Deutschland und ihre voraussichtlichen Folgen Drucken E-Mail

Not ist die Mutter des Einfallsreichtums

Seit gut zwei Jahren ist die Wirtschafts- und Finanzkrise weltweit alltägliches Thema. Die Krise breitet sich flächendeckend mehr und mehr aus.
Hunderte, Tausende Menschen sind unmittelbar betroffen. Kurzarbeit, Auftragsrückgang, Firmenschließungen, Anstieg der Arbeitslosen und somit Anstieg der Kinderarmut, aber auch die Altersarmut sind die Folgen einer durch unsere Politiker geführte Misswirtschaft bzw. antinationaler Wirtschaftspolitik.
Mittlerweile sind bis zu 5 Millionen Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre von der Kinderarmut in Deutschland betroffen. So gehen mit der Kinderarmut in Deutschland nicht selten Aspekte wie fehlende Bildungschancen und somit eine regelrechte „Vererbung“ von Armut durch fehlende Perspektiven einher.

Krise

Die staatlichen Kassen sind leer, Bund und Länder lassen die Kommunen förmlich ausbluten.

Selbst Löhne von Angestellten der Kommunen werden gekürzt, ebenso die Sozialausgaben, öffentliche Investitionen und staatliche Zuschüsse, was wiederum zur Folge hat, daß die Realeinkommen breiter Bevölkerungsteile sinken und der Inlandskonsum abgewürgt wird. Das wirtschaftliche Umfeld verschlechtert sich stetig, das merken Unternehmen an der fehlenden Kaufkraft.

Die wirklichen Ursachen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise werden nicht ernsthaft aufgegriffen und behoben, was dazu führt, daß es immer weiter bergab gehen wird.

Milliarden wurden in Pleitebanken investiert, anstatt mittelständische Unternehmen vor dem Bankrott zu schützen, um so langfristig Arbeits- und Ausbildungsplätze zu sichern. Mit einer Entlastung der Unternehmer und auch der Konsumenten z.B.: in Form einer Senkung der Mehrwertsteuer hätte man so manche Insolvenz im Jahre 2009 verhindern können. So wurden 410.000 neue Betriebe gegründet, dagegen sind 397.000 Insolvenzen zu setzen, welche für das Jahr 2009 vom Institut für Mittelstandsforderung (IfM) bekannt gegeben wurden.
Ob nun die Rettungsmaßnahmen letztendlich Erfolge gebracht hätten, lässt sich nicht klären. Daß die Methode des kapitalistischen Systems der massiven konkurrierenden Marktwirtschaft nun letztendlich ihr Ende finden könnte, ist beängstigend und erfreulich zugleich.

Die jetzige Lage zeigt uns auf, daß der Kapitalismus unweigerlich die falsche Lösung ist. Die EU-Staaten sind massiv verschuldet und werden sich in Zukunft mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Euro verabschieden müssen. Anfang 2010 ist der Euro gerade einmal noch 80 Cent Wert. Ein starker Euro bedeutet nicht gleichzeitig einen schwachen Dollar. Jedes Land sollte seine eigene Währung auftauen und auf eine nationale Wirtschaftsentwicklung setzen. Jegliche Bindungen zur UNO, UN, oder Nato sind Gifte, die einen Staat binden und verpflichten. Von der großen Weltmacht USA werden Vorgaben gemacht, in Kriege zu ziehen oder Auflagen erstellt, welche Mitgliederstaaten was für Güter zu exportieren oder importieren haben.
Was wir brauchen für jedes Land ist ein Nationalstaat ohne Diktatur einer Weltmacht.

Die EU-Staaten Ungarn, Griechenland, Spanien, Estland, Irland, Island, Lettland, Litauen, Rumänien, die Ukraine haben untragbar hohe Schulden. Die Drei-Prozent-BIP-Verschuldungsgrenze (Bruttoinlandsprodukt) in den EU-Staaten ist bei weitem überschritten.
Es ist naiv zu glauben, das Wirtschaftswachstum würde stetig steigen. Auch die BRD überschreitet diese Verschuldungsgrenze regelmäßig und liegt derzeit bei 3,2 Prozent.

Die gescheiterten Rettungsmaßnahmen bei Quelle und Opel zeigen, dass die BRD-Regierung weder ein funktionierendes Konzept noch die entsprechenden Kompetenzen haben.

Mit Rettungspaketen in Billionenhöhe haben sich alle Staaten total verausgabt.
Was für Fachleute noch vor einem Jahr undenkbar war, steht uns unmittelbar bevor. Selbst der EU-Experte Münchau, der noch vor kurzem, im Vor-Krisen-Zeitalter, Staatsbankrotte für ausgeschlossen hielt, hält sie heute für denkbar.

Seit Beginn der Krise warnen Kritiker vor den möglichen Folgen, dennoch wurde und wird bis heute von Seiten unserer Politiker diese Krise verharmlost und die ernsthaften Kritiker werden nur belächelt.
Aber genau das, was sie schon seit gut zwei Jahren voraussagen, trifft mehr und mehr ein.
Nehmen wir die Erklärung der BRD-Regierung „Null-Runde für die Rentner“ oder nehmen die Äußerungen des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch in Bezug auf die Hartz-IV-Leistungen. Noch mehr Sanktionen für Bezieher dieser Leistungen bzw. Arbeitspflicht zu Dumpinglöhnen oder gar 1,- Euro-Jobs oder Praktikumszeiten für die Regelleistung von Hartz IV.
Auch ohne offizielle Einführung der Arbeitspflicht für Hartz-IV-Bezieher hat das Arbeitsamt im Jahre 2009 in der Zeit von Januar bis August fast 500.000 Sanktionen verhängt, eben weil es Bürger gibt, die nicht zum Nulltarif arbeiten gehen. Fast 6,8 Millionen Menschen in der BRD leben offiziell von Hartz IV. ca. 1,6 Millionen Menschen fallen völlig aus der Statistik raus, da sie in Maßnahmen oder in 1,- € Jobs stecken. Von 81,7 Millionen sind ca. 20 Millionen Menschen Rentner, 600.000 Kinder werden jährlich geboren, die BRD hat mittlerweile ca. 20 Millionen Personen nicht deutscher Abstammung aufgenommen, allein davon sind laut Presseangaben 15,3 Millionen Türken.
(Quelle: http://www.migration-info.de/mub_artikel.php?Id=060502)

Ca. 32 Millionen Menschen stehen in Arbeit und müssen für knapp 82 Millionen BRD-Bürger aufkommen. Es ist finster erkennbar, dass die BRD vor dem absoluten Crash steht, die Regierung wird nach der Nordrhein-Westfalen-Wahl die Fakten auf den Tisch legen und manch ein Bürger wird diesen harten Schlag nicht überstehen. Selbst Steinmeier (SPD) meinte schon im Jahr 2009, die BRD wird nach der Krise nicht mehr so sein, wie sie einst war. Es ist zu erwarten, daß jeder von uns finanziell noch mehr unter Druck geraten wird. Sei es der Hartz IV Bezieher, der Rentner, der Arbeitnehmer oder der Unternehmer.

Die Krise wird jeden von uns treffen, deshalb sollte sie auch niemand unterschätzen und nach Möglichkeit für sich Vorsorge treffen.

Carola /
Freies Netz Anhalt-Bitterfeld

Bildquelle: © Rainer Sturm,
PIXELIO

 
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