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Faule Mütter sollten endlich Vollzeit arbeiten gehen! Drucken E-Mail

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Stella Hähnel
Das Leben ist ja so ungerecht. Überall lauern Männer, die einem das Leben schwer machen. Warum bin ich nicht als Mann geboren? Dann würde ich auch einen Beruf wählen, der mir Spaß macht – wie jetzt als Frau einen typischen Frauenberuf – aber ich bekäme mehr Geld. Frauenberufe werden häufig schlechter bezahlt, als typische Männerberufe. Eine ziemlich gewagte und wohl auch nicht belegbare These, die man in der Presse dieser Tage lesen durfte.

Da viele Männer ihre Familien mit ihrem Einkommen heute nicht mehr ernähren können, wie es in der BRD noch 1965 der Fall war – wo trotz niedriger Frauenerwerbsquote nur jedes 75. Kind von Armut bedroht war in Deutschland (zum Vergleich: heute ist es jedes 5. Kind!) – sind Mütter im Jahr 2010 gezwungen, ein zweites Einkommen nach Haus zu bringen. So überdurchschnittlich viel können also Männer heutzutage auch nicht verdienen.

Kritisiert wird z.B. in der Abendzeitung vom 05.03.10 ganz deutlich, daß Frauen sogar 90% der Teilzeit-Beschäftigungen in Deutschland innehaben. Nur 10% dieser Arbeitsplätze gehen an Männer. Dadurch ist der Lohn dieser Frauen natürlich geringer, als bei Vollzeitarbeitenden.

Zum Glück sei das im Osten Deutschlands nicht so schlimm, hier gibt es aus den gelobten DDR-Zeiten noch genügend Ganztags-Kinderbetreuungsplätze in ranzigen Kitas, in die man Kinder wegorganisieren kann. Dadurch sind es in den „neuen Bundesländern“ 44% der Frauen, die so viel wie ihr Mann verdienen. Diesen Frauen muß es also gut gehen, meint der Leser, sie haben ja mehr Geld und kommen sich selbst nicht minderwertig vor.

Aber haben sie auch Zeit für ihre Kinder, für ihren Haushalt und für sich selbst?

Heute, so scheint es, ist alles käuflich und darum braucht man eben Geld. Viele der in Vollzeit oder Teilzeit arbeitenden Frauen werden sicher aus wirtschaftlicher Not handeln. Der Staat verhöhnt diese Frauen auch noch, indem er ihnen zu ihrer „Unabhängigkeit“ gratuliert, diese an ihrem Einkommen mißt und ihnen einen höheren Wert als den Vollzeitmüttern bescheinigt. Glücklich sind sie deswegen noch lange nicht.

Aber das Abendblatt geht noch weiter. Denn nun wird behauptet, daß die „großzügigen“ Familien-Regelungen, also die Möglichkeit, nach der Geburt eines Babys für 3 Jahre zu Haus zu bleiben und auch die Möglichkeit, nur stundenweise arbeiten zu gehen, negativ wirken. Diese Rechte - die so viele Mütter dankbar annehmen - würden ihnen nur schaden, weil sie vom Malochen abgehalten werden. Die Wirtschaft braucht schließlich ihre billigen Arbeitskräfte und der intensive Einfluß von Müttern auf ihre Kleinkinder war dem Staat – und besonders den sozialistischen – immer ein Dorn im Auge. Schon Karl Marx vertrat diese Vorstellung, daß Frauen möglichst wenig als Mutter, aber viel als Arbeitstier wirken sollten.

Zum Schluß lobt das Abendblatt dann die Länder, die eine noch familienunfreundlichere Politik als Deutschland betreiben, denn hier bekleiden viele Frauen sogar Führungspositionen. Sie können sich dort auf männliche Weise mit Männern auf Augenhöhe messen. Das können Mütter zu Haus nicht; diese sind vermutlich dumm, altbacken und faul obendrein. Daß ohne Mütter der Staat schon lange Vergangenheit wäre, unterschlägt man einfach. Diese ehrenvolle Leistung will man nicht würdigen, sie paßt nicht ins politisch korrekte und ideologisierte Bild der Mächtigen.

Länder wie Italien und Spanien haben zwar eine sehr geringe Geburtenziffer, leiden somit unter der Alterung des Volkes noch stärker als die Deutschen, aber sie müssen dennoch glücklich sein! Denn ihre Frauen verdienen fast so viel wie ihre Männer. Na dann ist ja alles in Ordnung, auf dem Deck der Titanic. Alles ist geschäftig und den Eisberg sehen wir gar nicht, weil wir nicht hingucken.

„Oft wird unterschlagen, daß nicht allgemein Frauen von den Einkommensunterschieden zu Männern betroffen sind, sondern vor allem Mütter! Diese sollen nicht zusätzlich zu ihrer ohnehin schon großen Belastung auch noch unter finanzieller Not leiden.“, so die Bundesvorsitzende des Ringes Nationaler Frauen, Edda Schmidt, heute anläßlich des sogenannten Weltfrauentages.

- Der RNF fordert ein Müttergehalt für die Leistung von Müttern. Der Staat hängt von diesen ab, kann sie aber selbst gar nicht erbringen.
- Der RNF fordert die Wertschätzung der Leistung von Familien und besonders der Mütter durch den Staat.
- Der RNF fordert, endlich ein familienfreundliches Klima in Deutschland zu schaffen, in dem Kinder glücklich aufwachsen können und Eltern nicht beide aus wirtschaftlicher Not und Unterbezahlung Vollzeit arbeiten gehen müssen.

Eltern und Kinder haben ganz eigene Vorstellungen, wie sie glücklich leben könnten, wenn der Staat ihnen die Rahmenbedingungen geben würde.
Kein etablierter Politiker hat diesen Ruf bisher gehört. Der RNF und die NPD werden sich unerbitterlich für ihre Interessen einsetzen.

Stella Hähnel

 
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